Gesamtschule Bergkamen

Individuelle Förderung

Individuelle Förderung soll hier verstanden werden als eine Zielperspektive für unser schulisches Handeln, die sicherlich nicht „von heute auf morgen“ umgesetzt werden kann, sondern Prozesscharakter hat. Unsere Schule beschreitet damit einen Weg, an dessen Anfang wir stehen, den Schüler und Lehrer erst noch erkunden müssen. Der Begriff beschreibt dabei ein Konzept schulischen Handelns, bei dem sich unser pädagogisch-didaktisches Handeln zunehmend am einzelnen, individuellen Schüler orientieren soll. Ein solcher Anspruch wirkt sich einerseits auf die konkrete Gestaltung des Unterrichts aus, andererseits aber auch auf übergreifende Fragen der Schulentwicklung. Zentrales Merkmal ist dabei eine schülerzentrierte Sichtweise. Im Focus individueller Förderung stehen die Kinder, die als Individuen wertgeschätzt werden. Gemäß ihren Lernvoraussetzungen sollen sie so gefördert und gefordert werden, dass sie ihre Begabungen, Fähigkeiten und Kompetenzen bestmöglich entfalten und somit den höchstmöglichen Bildungserfolg erzielen können. Hierbei ist es nicht das Ziel, jeden Schüler für sich – folglich „gesondert“ – zu unterrichten. Vielmehr sollen Lernsituationen geschaffen werden, in denen die Schüler ihre Fähigkeiten aktiv erwerben und einbringen können. Sie sollen dabei befähigt werden, im Klassenverband Verantwortung für den ganz eigenen Lernprozess zu übernehmen, diesen reflektieren und die eigene Entwicklung erkennen zu können. Einen Maßstab für die Beurteilung der eigenen Leistung können dabei individuell verabredete Standards oder konkrete Ziele sein, die nicht von allen Schülern gleichzeitig und auf gleiche Weise erreicht werden müssen. Im Vordergrund stehen dabei die Schüler als Subjekte ihres Lernens.

Im Rahmen einer professionellen Umsetzung des hier angedeuteten Anspruchs werden an der WBGE bereits heute Lernangebote ermöglicht, die gleichermaßen gemeinsames und individualisiertes Lernen befördern sollen. Hierzu zählen u.a. Methoden und Prinzipien der Freiarbeit, Wochenplanarbeit, kooperatives- und individualisiertes Lernen, soziales Lernen (Lions Quest), gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung (Stichwort: Inklusion) etc..