Zukunftsthema "Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)" nimmt wichtigen Stellenwert an der WBGE ein

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein Bildungskonzept, das Menschen dazu befähigt, die Auswirkungen ihres Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsbewusst zu handeln. Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden.

Ein zentrales Element von BNE sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen. Diese Ziele wurden 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet und sollen bis 2030 erreicht werden. Sie bieten einen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und umfassen folgende Bereiche:

  1. Keine Armut: Beendigung der Armut in all ihren Formen und überall.
  2. Kein Hunger: Beendigung des Hungers, Erreichung von Ernährungssicherheit und Verbesserung der Ernährung sowie Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft.
  3. Gesundheit und Wohlergehen: Sicherstellung eines gesunden Lebens und Förderung des Wohlbefindens für alle Altersgruppen.
  4. Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
  5. Geschlechtergleichheit: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.
  6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
  7. Bezahlbare und saubere Energie: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.
  8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Nachhaltiges, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
  9. Industrie, Innovation und Infrastruktur: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
  10. Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern verringern.
  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und menschliche Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
  12. Nachhaltige/r Konsum und Produktion: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.
  13. Maßnahmen zum Klimaschutz: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.
  14. Leben unter Wasser: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.
  15. Leben an Land: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Landdegradierung beenden und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen.
  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.
  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.

Durch die Integration der SDGs in den Bildungsprozess sollen Lernende die Fähigkeiten und das Wissen erwerben, um nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. BNE fördert kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

 

Wir werden Teil des Netzwerkes "Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)"

Der "Bergkamener Infoblog" schreibt dazu: 

Der 26. Juni markiert den Gründungstag des Netzwerkes „Schule der Zukunft Lippe-Seseke“. Ein Netzwerk, in dem sich die Schulleitungen der beteiligten Schulen, darunter auch das Bergkamener Gymnasium und die Willy-Brandt-Gesamtschule mit dem außerschulischen Lernort auf der Ökologiestation und den Experten des Umweltzentrum Westfalen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) darauf verständigt haben, in eine aktive Interaktion zu treten und gemeinsam mit Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen den Begriff „Nachhaltigkeit“ über den Tellerrand der Ökologie hinaus mit Leben zu füllen und als gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu verstehen.

„Wirtschaftliche Entwicklung in den Grenzen sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung zu ermöglichen“, so Wendenkampf, „betrifft damit aktuelle Fragen der Demokratieentwicklung ebenso wie die des Erhalts der biologischen Vielfalt, die Debatte um Einsamkeit und Armut ebenso wie die um zwischenmenschliche Beziehungen und seelische Gesundheit“.
Erste konkrete Maßnahmen, auf die sich die Unterzeichner*innen der „Gemeinsamen Erklärung“ verständigt haben, sind:

  • Nutzung eines gemeinsamen BNE-Kalenders
  • BNE Messe auf der Ökologiestation
  • Austausch und Unterstützung von Best-Practice-Beispielen aus den beteiligten Schulen
  • Multiplikator*innen Fortbildungen des Umweltzentrums Westfalen zum Thema „BNE“
  • Nutzung des Geländes der Ökologiestation für Schulklassen der beteiligten Schulen
  • Zukunftswerkstätten auf dem Gelände der Ökologiestation und in den beteiligten Schulen

„Wir freuen uns, dass diese Definition von Nachhaltigkeit, der sich das Umweltzentrum Westfalen als Betriebsleiter der Ökologiestation verschrieben hat“, so Wendenkampf abschließend, „nun auch in der konkreten schulischen Bildungsarbeit an Lippe und Seseke Einzug hält“.